Über Middelfart nach Ribe
19. August – 20. August 2022
Nach der Weiterfahrt von Kopenhagen Richtung Westen (Ziel ist die Insel Rømø) auf der E20 wurde es vor Nyborg nochmals richtig teuer. Die Mautstelle in Sicht und wir mussten mal schauen auf welcher Spur man mit Kreditkarte bezahlen kann.
Es wird anscheinend die Höhe, Länge so wie auch das Gewicht gemessen. Gemäss Preistabelle wurden wir als Bus über 3,5t und über 6m aber unter 2,7m Höhe eingestuft. Zum Glück, denn über 2,7m hätten wir DK 610 (= CHF 80) zahlen müssen. So waren es «nur» CHF 50!!! Und das für eine Brücke, die insgesamt 13km lang ist. Und trotzdem fahren täglich 32’000 Fahrzeuge über die Brücke (Gotthardtunnel sind es ca. 17’000/Tag). Wir sollten in der Schweiz nicht über unsere Autobahngebühren jammern.
Aber immerhin wurde uns noch eine «Gute Reise» gewünscht. Das habe ich nach dem Kauf der CH-Vignete auch noch nicht erhalten
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Den Nachmittag genossen wir in Middelfart. Die Stadt liegt ganz im Westen der grossen Insel Fyn und verfügt an beiden Ufern über mehrere Häfen. Wir haben im Südufer im Stadtteil Russelbæk beim herrlichen und ruhigen Yachthafen Middelfart (Middelfart Lystbådehavn) übernachtet.
Zurück auf die E20 gings dann über die Lillebælts-Brücke. Sie ist nicht besonders lang (1200m), aber trotzdem mit den 25m über dem Wasser eine imposante stählerne Fachwerkkonstruktion.
Lillebælts-Brücke wird als Motiv auf den 100-Kronen-Banknoten verwendet.
Die älteste Stadt Dänemarks
Die Stadt Ribe hat unser Interesse geweckt. Wir mussten die älteste Stadt Dänemarks einfach besuchen. Die frühste Eintragung von Ribe in den Geschichtsbüchern geht auf das Jahr 860 zurück. Damals suchte der Missionar Ansgar von Bremen einen Platz für die erste in Skandinavien zu errichtende Kirche, der heutige Dom zu Ribe. Archäologisch lässt sich die Stadt aber bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Die meisten Häuser sind heute mit dem typischen Holzfachwerk und Ziegelsteinen gebaut.
Die Häuser sind teilweise recht verzogen und schief. Jedoch sind sie sehr gepflegt und man sieht es, dass hier in den Unterhalt investiert wurde. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter und meist auch mit einer wunderschönen Eingangstüre geschmückt.
Dieses Restaurant hat drinnen nur etwa 3 Tische. Aber bei diesem schönen Wetter nimmt man sowieso draussen Platz.
Der Domplatz mit der Dom-Kirche zu Ribe (dänisch: Ribe Domkirke) mit Ansgar von Bremen, dem Erbauer der ursprüngliche Holz-Kirche und Missionar.
Falls Ribe auf dem Reiseweg liegt, ist es auf jeden Fall einen Besuch wert. So viel Geschichte auf kleinem Raum findet man selten. Wir kamen uns vor, wie im Freilichtmuseum auf dem Ballenberg im Berner Oberland
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