Unsere Reise kann weiter gehen 
19. September – 26. September 2022
Nach den beiden schönen Tagen auf dem Camping «Lug is Land» in Bad Bellingen haben wir am Montag 19.9. die Rechnungen in Basel verzollt und die MwSt der Schweiz bezahlt. Danach gings gleich wieder über die Grenze durch Frankreich um so rasch wie möglich die Atlantikküste zu erreichen. Wir haben im Navi einfach mal Bordeaux eingegeben und die Route so gewählt, dass die gebührenpflichtigen Strassen gemieden werden. Die Strecke ist ja so viel kürzer, aber natürlich zeitlich länger. Wir haben ja Zeit und jeder weiss, dass die Autobahngebühren in Frankreich sehr hoch sind.
Unsere erste Übernachtung machten wir auf dem Stellplatz in Seurre an der Saõne. Die Abendstimmung hier am Hafen von Seurre war sensationell. Das erste Hausboot das wir im Hafen gesehen haben war eine «CORVETTE». Genau so ein Boot mieteten wir im Juli 2013 für eine Flussfahrt-Reise auf dem Canal du Midi. Unsere nicht ganz freiwilligen Matrosen waren damals unsere Söhne Roger und Simon. ![]()
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Die nächste Übernachtung war wirklich abgelegen im kleinen Dörfchen Saint-Amand-Magnazeix. Wir übernachteten auf dem Stellplatz der Gemeinde. Das Frischwasser, Abwasser und Toilette durfte man hier gratis wechseln. Aus Sicht der Wohnmobilisten ist das wirklich eine vorbildliche Gemeinde.
Eine weitere Übernachtung auf dem Weinschloss von BERTINERIE im Bordeaux-Gebiet.
Auf dem Stellplatz mit Strom und Wasser gibt es alles umsonst, wenn man natürlich vom freiwilligen Weinkauf absieht.
Ob da etwa Absicht des Weinbauers dahinter steckt?
Auch wir kauften nach einer interessanten Degustation ein paar Flaschen vom feinen Bordeaux ein.
Nach der absolut ruhigen Übernachtung zwischen den Reben fuhren wir die Route Richtung Atlanik und haben die Grossstadt Bordaux, Biaritz und auch das kleinere San Sebastian umfahren. Diese wunderschönen Städte besuchten wir schon vor 5 Jahren.
Im Baskenland in Zarautz angekommen, wurden wir von unserem gewählten Campingplatz abgewiesen, weil dieser bereits geschlossen hatte. Das 20 km westlich von San Sebastian gelegene Zarautz ist scheinbar unter den Surfern ein Mekka. Nun mussten sich alle Surfer und Camper auf einem einzigen Campingplatz zusammenkuscheln.
Auf der Landkarte unten sieht man die Provinzen von Spanien und unsere markierte Strecke.
Im Bild unten ist Zarautz mit dem 2,5 km langen und 80 m breiten Sandstrand zu sehen. Die Abendstimmungen vom höher gelegenen Campingplatz sind herrlich.
Auch wir haben uns zwischen Bäumen und dem Nachbar reingeschlängelt. Nur die Rausfahrt gab uns noch zu denken. Wenn es reingeht, geht’s auch wieder raus.
Nach Ausflügen in Zarautz selber und entlang der schönen Baskischen Atlantikküste, war dann das Ausparken gar nicht so schwierig. Und trotzdem haben sich viele Augen für unser Manöver interessiert. ![]()
Das kleine Städtchen Zumaia mit der kleinen Wallfahrtskapelle San Telmo aus dem 16. Jahrhundert. San Telmo ist der Schutzpatron der Seeleute. Von hier haben wir einen herrlichen Ausblick auf die wilde Steilküste von Itzurun (siehe Video).
Diese geologische besonderen Felsen auch am Strand von Itzurun werden «Flysch» genannt. Sie sind nur bei Ebbe zu sehen. Da bei unserem Besuch gerade Flut war, ragte nur ein sehr kleiner Teil direkt am Strand raus. Das Bild unten ist aus dem Reiseführer.
Das Wetter an der Küste wurde wieder schlechter. Starker Regen und Wind waren angesagt. Im Landesinneren soll es besser sein. Daher haben wir uns entschlossen, 120 km südlich nach Pamplona zu fahren. Nach dem überqueren des hügeligen Pyrenäenausläufers wurde tatsächlich das Wetter besser.
In der Provinzhauptstadt von Navarra in Pamplona haben wir am Stadtrand auf einem WoMo-Stellplatz in einem Wohngebiet mit sehr modernen Wohnbauten mit vielen Grünflächen übernachtet.
Die 200’000 Einwohnerstadt Pamplona ist ja für das Stiertreiben oder Stierhetze durch die engen Altstadtgassen bekannt. Die Hetzjagt findet jeweils während dem Sanfermines-Stadtfest im Juli statt. Viele junge Einheimische und auch Touristen setzen dabei ihr Leben aufs Spiel. Auch der Jakobsweg führt hier mitten durch die Stadt. Der Reiseführer beschreibt, dass man daher als Tourist den Sommermonat meiden soll. Bei uns Ende September war es sehr ruhig.
Keine Stiere –> keine Hetzjagt und eine leere Stierarena ![]()
Nach der Provinz Navarra sind wir in südwestlicher Richtung in die Provinz Rioja gefahren. In der Provinzhauptstadt von Rioja «Logroño» wollten wir eigentlich nach der Stadbesichtigung übernachten. Leider war der Camping bereits voll und ganz alleine auf dem öffentlichen Parkplatz wollten wir uns nicht hinstellen. Dennoch wollten wir die Stadt besichtigen und haben unser Gespann vor dem Camping einfach mal stehen lassen.
Auf dem Hauptplatz gönnten wir uns sehr feine und traditionelle Pintxos mit einem Schluck Rioja.
Bei einem guten Glas Wein kommt man manchmal auf komische Gedanken und so haben wir uns entschlossen, wieder in die Provinz Navarra zurück zu fahren um die Halbwüste Navarra zu besuchen. Das Naturschutzgebiet «Bardenes Reales» soll das kleine Monument-Valley von Spanien sein. Den Bericht dazu kommt im nächsten Reiseblog. ![]()
Auf der Fahrt durch das Weingebiet von Rioja mussten wir als Weinliebhaber auch den „Fuente del Vino“ (Weinbrunnen) und das Museum von Irache besuchen. Mit eigenem Becher durften wir hier den ganz frischen Rotwein des Weingutes trinken. An diesem Weinbrunnen sollen sich die Pilger kostenlos mit Trinkwasser oder einem Schluck Wein erfrischen können. Das Weingut stellt hier täglich 80 Liter Wein zum moderaten Genuss zur Verfügung. Der Wein schmeckte nicht sehr gut. Ein kleiner Schluck reichte völlig aus! Und auch die 80 Liter pro Tag auch.
Der Brunnen wird von einer Webcam überwacht. Als wir live auf der Webcam sichtbar waren, telefonierten wir mit unserer Tochter Stefanie. Sie konnte uns direkt auf der Webcam beobachten. Das war lustig.
Zum Weingut gehört auch das Weinmuseum. Ganze drei Etagen tiefer konnten wir etliche grosse Weinfässer bestaunen.
Von hier aus ging unsere Reise weiter in die Provinz Navarra.




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