Industriestadt Huelva
12. – 15. November 2022
Wie wir im vorherigen Blog beschrieben haben, sind wir wegen dem unrühmlichen Service des Gemeinde-Campingplatzes in Faro weitergefahren. Klar hätten wir gleich in unser Winterlager nach Conil de la Frontera fahren können. Aber eigentlich waren wir gefühlsmässig noch nicht soweit. Wir entschlossen uns nach Huelva, 50km nach der spanisch-portugiesischen Grenze, zu fahren.
An der Küste von Marzagón auf dem Camping Doñana fanden wir einen schönen Platz für drei Nächte.
Im Bild unten fuhren wir über den Grenzfluss Río Guadiana. Er bildet im Mündungsbereich die Grenze von Portugal und Spanien, bzw. auch die Grenze zwischen der Algarve und Andalusien.
Unser Platz an der Gasse Nr. 13.
Es war nicht viel los und wir konnten uns unseren Platz wirklich aussuchen. Qual der Wahl! Wir hatten uns hinter der gelben Wand eingerichtet. Das Foto entstand erst bei der Abfahrt. Wir hatten schlicht vergessen vorher eine Aufnahme zu machen. ![]()
Nach dem Einrichten besuchten wir noch vor dem Sonnenuntergang den angrenzenden Strand Playa del Arenosillo. Diese Küste ist sagenhafte 55km lang! Sie reicht im Westen von Mazagón bis nach Bonanza im Südosten.
Am Strand fanden wir sehr viele Muschel-Schalen. Natürlich haben wir gleich angefangen die grössten und schönsten einzusammeln. Aber schlussendlich auch wieder alle liegen gelassen. Was wollen wir auch noch mehr Zeugs mit uns rumschleppen. ![]()
So viel Action macht müde! Daher tut ein kurzes Nickerchen immer gut.
Auf diesem Campingplatz haben wir diese lustigen Häuschen gesehen. Irgendwie sehen sie wie ein grösseres Zelt oder wie eine Toblerone aus. ![]()
Die riesige Statue des Christoph Kolumbus ist uns schon bei der Anreise aufgefallen. Sie steht ganz im Süden von Huelva. Von diesem Punkt aus, sagt die Legende, soll am 3. August 1492 Kolumbus zu seiner Entdeckerreise nach Indien aufgebrochen sein. Aber wie wir alle wissen, ist er auf den Bahamas gelandet und dachte, er sei in Indien. Und so wurde Amerika entdeckt.
Von der Kolumbus-Statue weiter Huelva Stadteinwärts kommt man an diesen einmaligen Bau vorbei. Der Verladekai Muelle Tinto ist Zeuge der industriellen Vergangenheit Huelvas. Hier wurde 2007 der alter Verladekai restauriert. Die Konstruktion diente früher dazu Mineralien und die abgebauten Rohstoffe von Eisenbahnwaggons auf Schiffe zu verladen. Heute ein Touristenmagnet und schönes Fotosujet.
Die vollen Erzwagen liefen auf einem clever angeordneten Schienensystem. Oben führte man die vollen Wagen zum Entladen. Nach dem Entladen wurden die Wagen über eine Weiche rückwärts in den unteren Bereich des Kais wieder zurück geführt. Die ganze Anlage ist heute für die Fussgänger offen und wird auch von vielen Fischern genutzt.
Ein Selfie mit Selbstauslöser ![]()
Wirklich ein spezieller und wunderschöner Anblick bietet die beleuchtete Stahlkonstruktion des Verladekais bei Nacht.
So, nun gehts ab in unser Winterlager in Conil de la Frontera. Wir sind gespannt, was uns dort erwarten wird. Freuen uns aber auf jeden Fall drauf, mal ein paar Wochen sesshaft zu sein.




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